Wäsche schleudern – das müssen Sie wissen

Neben den eigentlichen Waschprogrammen hat eine Waschmaschine immer auch eine Schleuderfunktion. Das Schleudern hat die Aufgabe das Wasser nach dem Wäsche waschen zumindest zum Teil aus der Kleidung zu entfernen.

Je leistungsstärker eine Waschmaschine hierbei ist, desto besser kann sie durch das Schleudern auch die Wäsche trocknen. Wie es beim Modell Ihrer Wahl aussieht, können Sie anhand von zwei Angaben ablesen.

1: Schleuderdrehzahl

In der Regel wird bei jeder Waschmaschine auch die maximale Schleuderdrehzahl angegeben. Dieser Wert bezieht sich auf die Anzahl an Umdrehungen, welche die Trommel in einer Minute höchstens schafft.

Die Schleuderdrehzahl variiert von Modell zu Modell und liegt für gewöhnlich in einem Bereich von 1.000 bis 1.600 Umdrehungen pro Minute. Je schneller sich die Trommel dreht, desto mehr Wasser kann beim Schleudern normalerweise auch entweichen.

2: Schleuderwirkungsklasse

Die maximale Drehzahl ist jedoch nicht der einzige Wert, der Ihnen Auskunft über die Leistung beim Schleudern gibt. Auch die Schleuderwirkungsklasse spielt hier eine Rolle. Diese wird, ähnlich wie die Energieeffizienz, mit Buchstaben (von A bis G) angegeben.

Je nachdem, welcher Buchstabe genannt ist, liegt die Restfeuchtigkeit in der Wäsche in einem bestimmten Prozentbereich. Anhand der folgenden Tabelle können Sie die Einteilungen in die verschiedenen Wirkungsklassen ablesen.

SchleuderwirkungsklasseRestfeuchte (in Prozent)
AUnter 45 %
B45 bis unter 54 %
C54 bis unter 63 %
D63 bis unter 72 %
E72 bis unter 81 %
F81 bis unter 90 %
Gab 90 %

Worauf Sie außerdem achten sollten

Eine hohe Schleuderdrehzahl und eine gute Einstufung hinsichtlich der Schleuderwirkungsklasse sind natürlich zunächst einmal ein gutes Zeichen. Allerdings ist dies nicht das Einzige, worauf Sie beim Kauf Ihrer neuen Waschmaschine achten sollten.

Sie müssen nämlich bedenken, dass nicht jedes Kleidungsstück das Schleudern bei hohen Drehzahlen auch verträgt. Während Sie Ihre Bettwäsche zum Beispiel mit 1.400 Umdrehungen in der Minute bereits gut vortrocknen können, würde ein so starkes Schleudern für einen Wollpullover das sichere Ende bedeuten.

Aus diesem Grund ist es nicht nur wichtig, welche maximale Leistung eine Waschmaschine zu erbringen imstande ist. Sie sollte zudem die Möglichkeit bieten, die Drehzahl anzupassen, sodass sie zur jeweiligen Art der Wäsche passt und diese nicht unnötig strapaziert oder gar beschädigt.

Je flexibler sich Ihre Maschine dabei einstellen lässt, desto besser. Und idealerweise sollte auch ein komplettes Abschalten des Schleuderns möglich sein. So ist sichergestellt, dass Sie auch jede Art von Stoff, die sich für eine Maschinenwäsche eignet, in Ihrer Waschmaschine reinigen können.

Empfehlung: Beachten Sie die Angaben auf den Etiketten Ihrer Wäsche und wählen Sie im Zweifelsfall lieber eine etwas niedrigere Drehzahl, um Ihre Kleidung nicht zu beschädigen.

Fazit

Auch das richtige Schleudern ist beim Waschen wichtig. Achten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes deshalb nicht nur auf den Preis sondern auch auf Schleuderdrehzahl – und -wirkungsklasse sowie eine möglichst flexible Möglichkeit zum Anpassen des Schleudergangs.

Ein Modell, welches hier zum Beispiel überzeugen kann, ist die Beko WMB 71643 PTE aus unserem Waschmaschinen Test. Diese bringt es auf Schleuderwirkungsklasse A mit 44 Prozent Restfeuchte und lässt sich wahlweise auf 600, 800, 1200 oder 1600 Umdrehungen pro Minute einstellen. Und bei Bedarf kann auch komplett auf das Schleudern verzichtet werden.

Toplader haben hier übrigens meist eine etwas niedrigere Leistung als eine Frontlader Waschmaschine. Dies gilt in der Regel zumindest für günstige Waschmaschinen, wie auch unser Toplader Test gezeigt hat.