Die verschiedenen Programme von Spülmaschinen erklärt

In der Regel gibt es für verschiedene Verschmutzungsgrade und Einsatzgebiete auch verschiedene Spülprogramme. Für die passende Auswahl eines Gerätes für Ihre Bedürfnisse ist es ratsam, sich Gedanken über das eigene Spülverhalten und die persönlichen Ansprüche zu machen. Ist Ihr Geschirr beispielsweise häufig stark verschmutzt, so gibt es ein Intensivprogramm, um auch hier für sauberes Geschirr zu sorgen. Auch ein Hygieneprogramm gibt es häufig zur Auswahl für Geschirr, das besonders ausgereinigt werden muss, wie zum Beispiel für Kinder und Säuglinge.

Ist es Ihnen wichtig, dass temperaturfreundlich gespült wird, sollten Sie bei Ihrer Auswahl darauf achten, dass das Gerät einen entsprechenden Spülgang anbietet. Im Folgenden haben wir für Sie eine Übersicht erstellt, in der wir die wichtigsten Funktionen und Features von Spülmaschinen zusammengefasst haben.

Standardprogramm

Das Standardprogramm ist bei geringen Verschmutzungen zu empfehlen. Alltäglicher Schmutz, wie Lebensmittelreste werden mit diesem Programm zuverlässig entfernt. Bei einer relativ niedrigen Temperatur von 45 – 55° C verbraucht dieses Programm relativ wenig Wasser, so dass die Betriebskosten dafür gering sind. Die Spüldauer in diesem Programm ist allerdings ziemlich lang. Sollten Sie Ihr Geschirr also nicht direkt wieder benötigen, oder lassen Sie Ihre Spülmaschine gern über Nacht laufen, ist dieses Programm optimal. Dieses Programm ist die Grundlage für die Berechnung der Energieeffizienzklasse und des Wasserverbrauchs des entsprechenden Geräts, in dem der Verbrauch bei 280-Standardspülgängen verwendet wird.

Automatikprogramm

Dieses Programm entscheidet sozusagen selbst, wie viel Spülmittel und Wasser anhand der Füllmenge verwendet wird und verzichtet somit auf die individuelle Einstellung des Benutzers. Die Einstellungen in Sachen Temperatur und Laufzeit sind von dem jeweiligen Hersteller programmiert worden und variieren demnach. Auch kann es sein, dass Dampf bei diesem Programm zum Einsatz kommt. Es besteht bei vielen Geräten die Möglichkeit Automatikprogramme für einen bestimmten Zeitpunkt einzustellen, sodass die Spülmaschine beispielsweise erst losgeht, wenn alle schlafen, oder niemand mehr daheim ist.

Schonprogramm

Die Verwendung des Schonprogramms ist immer dann zu empfehlen, wenn Sie empfindliches oder sehr wertvolles Geschirr in der Spülmaschine reinigen möchten. Gerade für Gläser ist dies zu empfehlen, da dieses Programm das Spülen per Hand simuliert und kann daher auch als Handspül-, Fein-, oder Glasprogramm bei einem Hersteller benannt sein. Meist spült dieses Programm bei einer Temperatur von 40 – 45°C und verwendet nur wenig Wasser. Zu beachten ist hier allerdings, dass nur gering verschmutztes Geschirr dabei gereinigt werden kann.

Schnell- und Intensivprogramm

Bei einem Schnell- oder Intensivprogramm wird das Geschirr innerhalb eines geringen Zeitraums gereinigt. Sollten Ihnen also bei einer Party die Teller ausgehen, oder benötigen Sie gleich für das Mittagessen noch Besteck, können Sie auf dieses Programm zurückgreifen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das Geschirr nicht zu stark verschmutzt sein darf, da sonst das Risiko besteht, dass Lebensmittelreste am Geschirr bleiben und Sie dann nachträglich doch noch per Hand nachspülen müssen.

Sie können hierbei auch die Trocknung des Geschirrs deaktivieren und den Spülvorgang um ca. 30 Minuten verringern. Beachten sollten Sie allerdings bei der Wahl eines solchen Programms, dass der Wasser- und Stromverbrauch vergleichsweise hoch ist, was beispielsweise an der Spültemperatur von 65 – 75° C liegt.

Hygieneprogramm

Die Verwendung eines Hygieneprogramms ist immer dann angebracht, wenn Sie Ihr Geschirr von Grund auf reinigen möchten, um alle möglichen Keime oder Krankheitserreger entfernt werden sollen. Oftmals wird solch ein Programm bei Babygeschirr verwendet. Sie können dieses Programm aber auch verwenden, wenn Sie ihr Geschirr mal etwas länger draußen haben stehen lassen ohne es zu spülen, oder wenn Sie eine vergessene Plastikdose im Kühlschrank gefunden haben.

So gehen Sie auf jeden Fall auf Nummer sicher, dass Sie dieses Geschirr sorglos wieder benutzen können. Ein Hygieneprogramm spült mit bis zu 85° C und verwendet bei jeder Spülphase frisches Wasser. Das Nachspülen bei diesem Programm dauert ca. 5 Minuten, wodurch sichergestellt wird, dass jegliches verschmutztes Spülwasser vom Geschirr entfernt ist.

Sonderprogramme

Bei einigen Anbietern gibt es gewisse Sonderprogramme für eine gezielte Reinigung bestimmter Verschmutzungen, wie beispielsweise Pastateller. Auch Programme für Plastikgeschirr oder Biergläser gibt es bei manchen Anbietern. Manche Hersteller bieten sogenannte Mix-Programme an, die eine gleichzeitige Reinigung von Gläsern und Töpfen ermöglicht, ohne, dass das empfindlichere Geschirr darunter leidet oder das anspruchsvollere Geschirr verschmutzt bleibt.

Vorspülen/Reinigen

Je nach Maschinentyp können Sie manche Programme auch mit Spülzyklus direkt auswählen, was im Allgemeinen eine intensivere Reinigung bietet. Die notwendigen Informationen diesbezüglich finden Sie in Ihrer Gebrauchsanweisung oder auf der Website des Herstellers. Die Vorspül- beziehungsweise Reinigungsfunktion spült zunächst auf dem Geschirr verbliebene Essensreste mit kaltem Wasser ab. Das Reinigungsprogramm startet dann mit frischem Wasser, zu dem dann das Reinigungsmittel aus dem Spülfach gelangt. Je nach dem ausgewählten Programm erwärmt sich das Wasser auf eine Temperatur zwischen 35° C und 75° C. Der Spülvorgang nimmt zwischen 15 und 90 Minuten in Anspruch und ist nach dem Abpumpen des Spülwassers beendet.

Zwischenspülen

Der Zwischenspülgang ist notwendig für die Beseitigung des verbleibendes Spülwassers und dem abgespülten Schmutz. Dies bereitet das Geschirr auf das darauf folgende Abspülen vor und ist in jedem Programm vorgesehen. Der Zwischenspülgang ist mit dem Abpumpen des Spülwassers beendet.

Abschließendes Spülen

Bis auf das Vorspülprogramm ist in allen sonstigen Programmen eine abschließende Spülfunktion vorgesehen. Hierbei fließt das Wasser in die Maschine und wird bei den Standardprogrammen auf maximal 75° C erhitzt. Während dieses Vorgangs gelangt auch der Klarspüler in das Wasser.

Trocknen

Das Trocknen des Geschirrs ist in fast allen Spülgängen vorgesehen, außer bei Programmen, die das Geschirr lediglich spülen sollen, wie beispielsweise Spülgänge für Gläser. Beim Trocknen wird die vom Spülen übrig gebliebene Wärme hilft hier bereits beim Trocknen. Der Vorgang an sich dauert zwischen 20 und 70 Minuten.

Nachtspülprogramme

Nachtspülprogramme sollen die möglichst günstigsten Strompreise während des Betriebes nutzen, die es meist in der Nacht gibt. Von daher wird das Geschirr mit solch einem Programm in der Nacht gereinigt. Sie können dieses Programm meist schon programmieren, damit Sie selbst nicht so lang aufbleiben müssen, um die Spülmaschine einzuschalten. Hierbei ist ebenfalls interessant, dass die Betriebslautstärke eines Nachtspülprogramms auf unter 40 Dezibel läuft, so dass weder Sie noch Ihre Nachbarn durch den Betrieb gestört werden.